Soeben habe ich auf der Homepage der SPD eine nette Pressemitteilung von "Ansgar Dittmar" gelesen, bei der ich mir schon beim lesen der Überschrift gedacht habe:"Oha".
Er kritisiert in dieser Mitteilung eine Aussage von Volker Kauder, Vorsitzender der CDU/CSU - Bundestagsfraktion, der sich ausdrücklich gegen ein Adoptionsrecht für homosexuelle Lebenspartnerschaften ausspricht. Kauder "...glaube nicht, dass sich Kinder wünschen, in einer homosexuellen Partnerschaft aufzuwachsen".
Dass die "Weltanschauung" der CDU/CSU Fraktion beim Thema homosexualität ein klein bisschen konservativ ist, dürfte wohl allgemein bekannt sein und man kann da durchaus anderer Meinung sein.
ABER
Denken Sie mal an Ihre Schulzeit zurück. Wären Sie gerne in Ihrer Klasse der "Junge mit den zwei Vätern" gewesen?
Ich meine, irgendwie kann man Kauders Argument doch schon nachvollziehen oder? Ich persönlich könnte mir gut vorstellen, dass man besonders in der Pubertät unter dem Spott der Mitschüler zu leiden hätte (Kleine, frühpubertierende, Möchtegern-Macho-Jugendliche finden Toleranz nun mal "voll uncool ey alter")
Es könnte natürlich auch sein, dass die Kinder gerade durch dieses "anders sein" ein viel besseres Selbstbewusstsein entwickeln und dass die Mitschüler gerade dadurch eine völlig neue Haltung, homosexuellen Menschen gegenüber, entwickeln. Ich bin kein Experte auf diesem Gebiet und deshalb würde ich mir nicht anmaßen, die richtige Entscheidung in dieser Debatte zu kennen.
Und hier liegt ein weiteres Problem. Scheinbar kennt kein Schwein die richtige Entscheidung in dieser Debatte, denn scheinbar ist die Entwicklung von Kindern, die bei homosexuellen Eltern aufwachsen, kaum erforscht.
Herr Dittmar redet zwar von mysteriösen Studien in Deutschland und den USA die belegen sollen, dass homosexuelle Paare genau so gute Eltern sind, aber das ganze kann einem schon ganz schön verdächtig vorkommen, denn von irgendwelchen Studien, die sonstwas ergeben, kann nunmal jeder sprechen. Normalerweise sollte man wenigstens sagen:"Das XY Institut für homosexuologie in ABC" o.ä. Ich will Hernn Dittmar ja keine Lüge unterstellen, aber wenn keiner die Studie selbst überprüfen kann, dann kann die SPD in die Ergebnisse hereininterpretieren was auch immer sie will (und wenn ich mir unsere manipulativen Politiker in Deutschland ansehe, dann wette ich, dass auch die SPD skrupellos hineininterpretiert was das Zeug hält!).
Und deshalb bin ich dagegen, solange noch nicht eindeutig belegt ist, dass Kinder bei homosexuellen Paaren genau so gut aufgehoben sind, wie bei heterosexuellen Paaren, dass wir die Kinder einfach mal als Versuchskaninchen für das Sozialexperiment der SPD verwenden.
Die SPD spricht sich nicht für das Adoptionsrecht aus, weil es die objektiv beste Entscheidung ist, sondern nur weil...
1. ... es politisch korrekt ist...
2. ... die "Gutmenschen" dass auch ganz toll finden...
3. ... es zu ihrer Ideologie passt...
und genau das stört mich daran.
Deshalb möchte ich an zum Abschluss Hernn Dittmar noch einmal zittieren, nach dem Motto:Wer im Glashaus sitzt usw.:
"Herr Kauder hat sich hier auf einen falschen Weg begeben, und sich von ideologischen Fragen den objektiven Blick auf das Kindeswohl verengen lassen."
Dem ist wohl nichts mehr hinzuzufügen!
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