Freitag, 24. Dezember 2010

Grüne Anti-Atomkraft Propaganda

Dass die Grünen gegen Atomkraft sind, ist ja sicherlich nichts neues. Und ich will hier auch gar nicht Werbung für oder gegen Atomkraft machen, ich will hier lediglich einmal die Art der Diskussion etwas genauer betrachten.
Denn wie wohl jeder weiß, sollte eine Diskussion möglichst sachlich geführt werden. Doch leider versuchen die Grünen, so "edel" ihre Motive auch sein mögen, immer wieder, mithilfe von schamloser populistischer Propaganda, die Wähler auf ihre Seite zu ziehen (ok, die CDU und die FDP sind auch nicht immer sachlich und erlich, aber das gehört dann eher in den "Unschlechtmenschen" Blog, schließlich sind die "bösen" Atomkraftmenschen im Moment die "Bad Boys" der Nation).


Auf ihrer Homepage haben die Grünen "20 Fakten über Atomkraft" aufgelistet. Einige davon sind sicherlich richtig und wichtig in der Diskussion um die Atomkraft. Aber leider haben sich auch viele absurde Thesen bei den Grünen eingeschlichen und diese würde ich an dieser Stelle gerne kommentieren. Und nochmal: Ich will hier keine Werbung für oder gegen Atomkraft machen, ich will lediglich die Art und Weise der Diskussion kritisieren!!!!!!!!

Wusstest Du, dass...
Ach ja? Und wussten Sie schon dass...

 ...es bis heute weltweit kein sicheres Endlager für hochradioaktiven Müll aus Atomkraftwerken gibt?
 ...  wir schon längst zu viel Atommüll auf unserer Erde haben? Wir müssen sowieso ein Endlager finden, egal ob wir heute oder in 100 Jahren aus der Atomkraft aussteigen. Das Argument des Endlagers darf nicht über Pro oder Contra entscheiden, denn ein Endlager müssen wir jetzt sowieso finden, ob wir dann noch mehr Müll einlagern oder nicht ist dann auch egal.
Ach ja, ganz nebenbei: Welche Partei ist denn diejenige, die andauernd dagegen protestiert, wenn sich Politiker nach einem Endlager für Atommüll umsehen? Oh, ja stimmt...

...eine Laufzeitverlängerung von Atomkraftwerken Investitionen und Forschung bei den Erneuerbaren Energien verhindert?
... die Grünen Müll labern? Zu jeder Information in dem Artikel der Grünen gibt es einen Link zu einer Quelle. In diesem Fall handelt es sich um eine Studie des Fraunhofer Instituts für Windenergie und Energiesystemtechnik in Kassel. Hier haben wir ein perfektes Beispiel dafür, wie Politiker in eine Studie hineininterpretieren, was sie gerne hören würden. Die genaue Aussage der Quelle lautet nämlich: 

"Der BEE zieht daraus den Schluss, dass bei einer Laufzeitverlängerung für deutsche Kernkraftwerke eigentlich andere konventionelle Großkraftwerke abgeschaltet werden müssten. Da hierfür aber die gesetzliche Grundlage fehlt, sieht der Dachverband der Erneuerbaren-Branche durch die angestrebte Laufzeitverlängerung direkt den Vorrang für die Erneuerbaren Energien im Stromsektor bedroht."  

 Um es kurz zu erläutern: Deutschland benötigt immer eine gewisse Energiemenge damit jeder Strom hat. Alle Kraftwerke pumpen zusammen Strom in den Stromkreislauf hinein. Wenn Atomkraftwerke weiterlaufen, müssen in Zukunft andere "konventionelle" Großkraftwerke abgestellt werden, damit die erneuerbaren Energien optimal ausgenutzt werden können und sozusagen nicht "zu viel Strom" vorhanden ist. Da allerdings die rechtliche Grundlage fehlt um die anderen Großkraftwerke abzuschalten, wird die erneuerbare Energie leider nicht optimal ausgenutzt und ist im Prinzip nur als "Überschuss" da.
 ... Öhm, wo steht denn da dass Investitionen und Forschung blockiert werden?  Ich bin sogar mit meiner Firefox Suchfunktion über die ganze Quelle gegangen: Nicht ein einziges Mal taucht eines der beiden Wörter auf. Ganz im Gegenteil: Das Geld dass die Atomkraftwerke dem Staat bezahlen müssen, wandert doch direkt in die Erforschung und den Ausbau erneuerbarer Energien.
Vielleicht gibt es ja irgend ein geheimes Gesetz der Wirtschaftslehre, welches besagt: Geld hineinpumpen blockiert Investitionen in XY. Vielleicht verhält sich das mit dem Geld ja so, wie mit einer Autobahn: Wenn viel Geld hineingepumpt wird, gibt es Stau und weitere Investitionen werden blockiert. Die Grünen Finanzexperten müssen mir das mal genauer erklären.

...die reichhaltigen und gut zugänglichen Uranvorräte schon in wenigen Jahrzehnten zur Neige gehen werden?
... wir auch in wenigen Jahrzenten die Atomkraftwerke abschalten wollen?  Das trifft sich doch wunderbar.

 ...dass es alle drei Tage zu einem sicherheitsrelevanten Ereignis in einem deutschen Atomkraftwerk kommt?
... es alle drei Tage zu einem MELDEPFLICHTIGEN Ereignis in einem deutschen Atomkraftwerk kommt? Dass die Grünen aus "Meldepflichtig" plötzlich "Sicherheitsrelevant" machen, passt mal wieder zu ihnen. Die Grünen würden uns ja gerne weismachen, dass Atomkraftwerke jeden Moment explodieren könnten. Denken Sie ernsthaft, dass wir seit Jahrzehnten riesiges Glück haben, weil wir jeden dritten Tag ganz knapp an einer atomaren Katastrophe vorbeischrammen?
Mal im Ernst: In Deutschland kann man wahrscheinlich nichtmal einen Kaugummiautomaten aufstellen, ohne gleich 643953457283 Sicherheitsauflagen erfüllen zu müssen. Ein "Meldepflichtiges" Ereignis kann alles mögliche sein. Bei den Sicherheitsfetischisten in Deutschland ist eine wahrscheinlich schon eine defekte Toilettenspülung meldepflichtig.
Nebenbei bemerkt: Wenn Sie ihr gesamtes Leben in einem Atomkraftwerk verbringen, haben Sie bessere Chancen zu überleben, als im täglichen Straßenverkehr.

... dass die Atombranche Milliardensubventionen kassiert?
... es Windräder wahrscheinlich schon zum Schnäppchenpreis im Supermarkt gibt? Nein? Oh....


...dass Strom aus Atomkraftwerken keineswegs zuverlässig ist?
... der Wind immer zuverlässig mit der gleichen Stärke weht? Nein? Oh...

 ... ein Super-GAU in einem hiesigen Atomkraftwerk noch schlimmere Folgen hätte als Tschernobyl?
... ein riesiger Komet der mitten in Berlin einschlägt auch sehr schlimme Folgen hätte? Wenn wir wegen jeder kleinen Gefahr (und die Chance, dass es in einem deutschen Atomkraftwerk zu einem Super-GAU kommt konvergiert gegen 0) so einen Aufstand machen, dann müssten wir morgens beim Brot essen jedes mal einen Schweißausbruch erleiden. 

... eine Verlängerung von Laufzeiten verfassungswidrig wäre? 
... Scheinbar alles, wogegen die Grünen sind, verfassungswidrig wäre? 
Wahrscheinlich WÄRE es Verfassungswidrig, wenn die Grünen die Verfassung nach ihren Vorstellungen umschreiben dürften.  

7 Kommentare:

  1. Recht hast Du .
    Die Gruenen verarschen ihre Anhänger, und die merken es nicht

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  2. Die Anhänger *wollen* verarscht werden.

    Die Grünen sind wie FDP eine reine Klientel-Partei.
    Sie sagen und tun genau dass, was ihren Anhänger gerade in den Kram passt.
    Mit Wahrheit, Konsequenz oder Logik braucht man denen gar nicht kommen.

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  3. Ohje, so viel geistigen Dünnpfiff habe ich schon lange nicht mehr gelesen.

    - Thema Endlager: Was ist denn das für ein Argument? Wir brauchen eh ein Endlager, also können wir weiterhin fröhlich Atommüll erzeugen. Ist ja auch so logisch, wenn wir erstmal ein Endlager gefunden haben, dann passt da unendlich viel Müll rein. Daher alles kein Problem, wir brauchen eh ein Endlager und wenn wir erstmal eines haben, dann verschluckt das schwarze Loch unseren ganzen Müll den wir bis dahin erzeugt haben und weiterhin erzeugen werden.
    Selbst wenn wir davon ausgehen, dass wir ein solches unendliches Lager finden, Atommüll muss Jahrtausende(!) lang sicher gelagert werden! Wissen wir was Menschen von vor tausenden von Jahren wo vergraben haben? Wissen wir wie sich die Erde in den nächsten tausenden von Jahren geographisch verändert? Es ist einfach nur irr-witzig anzunehmen Atommüll über eine so lange Zeit sicher lagern zu können und das Wissen über das Lager so lange Generation um Generation weiter zu tragen.

    - Investition in regenerative Energien: In unserer Marktwirtschaft wird nur investiert, wenn man kurzfristig oder maximal mittelfristig einen Gewinn erzielen kann. Nun die Frage für die ganz schlauen unter uns: Wo ist der Anreiz zur Investition größer: In die Produktion von Überschuss (also was was gar nicht wirklich gebraucht wird) oder in die Produktion und Entwicklung eines Produkts von dem man weiß, dass es in X Jahren einen Marktanteil von Y haben wird?

    - Uranvorräte: Schön, dass du eine Korrelation entdeckt hast. Damit widerlegst du aber noch lange nicht die Aussage der Grünen.

    - sicherheitsrelevantes Ereignis vs meldepflichtige Ereignis: Du hast recht, dass "meldepflichtiges Ereignis" der korrekte Begriff ist, trotzdem ist es in der Politik (leider) üblich, Begriffe auch mal so zu wählen, dass es der eigenen Aussage mehr Nachdruck verleiht. Das ist grundsätzlich nicht schlimm, unsere Sprache erlaubt nun mal mehr Begriffe um eine Sache zu beschreiben und meldepflichtig sind natürlich nur sicherheitsrelevante Ereignisse. Du magst dich jetzt darüber lustig machen, was evtl. alles schon in diese Kategorie fällt (ohne dabei aber sachliche Argumente/Belege zu nennen). Die Aussage der Grünen widerlegst du damit aber nicht.

    - Subventionen: Ja, es wird vieles subventioniert. Das macht die Aussage nicht falsch, dass Atomenergie subventioniert wird. Ganz abgesehen davon ist es u.a. Aufgabe der Politik gewünschtes Verhalten zu fördern, es ist also kein Widerspruch wenn man als Partei gegen Subvention A und für Subvention B ist, wenn man erklärt warum A aus ihrer Sicht gesellschaftlich und politisch weniger sinnvoll ist und B entsprechend sinnvoll ist. Man mag von Fall zu Fall anderer Meinung sein, damit widerlegt man aber nicht die Aussagen seines politischen Gegners.

    - Super-GAU. Natürlich hätte ein Super-Gau verheerende Folgen. Schlimmer Tschernobyl? Keine Ahnung. Kommt auf den GAU an und was man für schlimm hält. Geht es um die Auswirkungen auf das Deutschland, dann kann man die Aussage wohl so stehen lassen. Auch wenn ich dir an diesem Punkt recht gebe, dass man hier auch etwas mit der Angst der Bevölkerung spielt. Aber auch hier, wie weiter oben, wer macht das (leider) nicht. Manchmal muss man vermutlich den Menschen auf mögliche Folgen vor Augen führen. Andere Parteien machen das ja auch (Stichwort: Terror-Gefahr, Kinderp********** im Internet usw.)

    - Verfassungswidrig: Schwer zu sagen, ich bin kein Jurist. Tendenziell würde ich das Argument aber eher als ein politisches (druck-)mittel sehen als ein wirklich juristisches Faktum. Ein Problem das ich dagegen bei der Verlängerung der Laufzeiten sehe (obwohl ich sie eigentlich für richtig halte!):
    Hier wird politische Unsicherheit geschaffen. Politische Entscheidungen müssen auch Planungssicherheit garantieren und dürfen nicht von Legislaturperiode zu Legislaturperiode umgeworfen werden.

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  4. Ohje, so viel geistigen Dünnpfiff habe ich schon lange nicht mehr gelesen.

    - Thema Endlager: Was ist denn das für ein Argument? Wir brauchen eh ein Endlager, also können wir weiterhin fröhlich Atommüll erzeugen. Ist ja auch so logisch, wenn wir erstmal ein Endlager gefunden haben, dann passt da unendlich viel Müll rein. Daher alles kein Problem, wir brauchen eh ein Endlager und wenn wir erstmal eines haben, dann verschluckt das schwarze Loch unseren ganzen Müll den wir bis dahin erzeugt haben und weiterhin erzeugen werden.
    Selbst wenn wir davon ausgehen, dass wir ein solches unendliches Lager finden, Atommüll muss Jahrtausende(!) lang sicher gelagert werden! Wissen wir was Menschen von vor tausenden von Jahren wo vergraben haben? Wissen wir wie sich die Erde in den nächsten tausenden von Jahren geographisch verändert? Es ist einfach nur irr-witzig anzunehmen Atommüll über eine so lange Zeit sicher lagern zu können und das Wissen über das Lager so lange Generation um Generation weiter zu tragen.

    - Investition in regenerative Energien: In unserer Marktwirtschaft wird nur investiert, wenn man kurzfristig oder maximal mittelfristig einen Gewinn erzielen kann. Nun die Frage für die ganz schlauen unter uns: Wo ist der Anreiz zur Investition größer: In die Produktion von Überschuss (also was was gar nicht wirklich gebraucht wird) oder in die Produktion und Entwicklung eines Produkts von dem man weiß, dass es in X Jahren einen Marktanteil von Y haben wird?

    - Uranvorräte: Schön, dass du eine Korrelation entdeckt hast. Damit widerlegst du aber noch lange nicht die Aussage der Grünen.

    - sicherheitsrelevantes Ereignis vs meldepflichtige Ereignis: Du hast recht, dass "meldepflichtiges Ereignis" der korrekte Begriff ist, trotzdem ist es in der Politik (leider) üblich, Begriffe auch mal so zu wählen, dass es der eigenen Aussage mehr Nachdruck verleiht. Das ist grundsätzlich nicht schlimm, unsere Sprache erlaubt nun mal mehr Begriffe um eine Sache zu beschreiben und meldepflichtig sind natürlich nur sicherheitsrelevante Ereignisse. Du magst dich jetzt darüber lustig machen, was evtl. alles schon in diese Kategorie fällt (ohne dabei aber sachliche Argumente/Belege zu nennen). Die Aussage der Grünen widerlegst du damit aber nicht.

    - Subventionen: Ja, es wird vieles subventioniert. Das macht die Aussage nicht falsch, dass Atomenergie subventioniert wird. Ganz abgesehen davon ist es u.a. Aufgabe der Politik gewünschtes Verhalten zu fördern, es ist also kein Widerspruch wenn man als Partei gegen Subvention A und für Subvention B ist, wenn man erklärt warum A aus ihrer Sicht gesellschaftlich und politisch weniger sinnvoll ist und B entsprechend sinnvoll ist. Man mag von Fall zu Fall anderer Meinung sein, damit widerlegt man aber nicht die Aussagen seines politischen Gegners.

    - Super-GAU. Natürlich hätte ein Super-Gau verheerende Folgen. Schlimmer Tschernobyl? Keine Ahnung. Kommt auf den GAU an und was man für schlimm hält. Geht es um die Auswirkungen auf das Deutschland, dann kann man die Aussage wohl so stehen lassen. Auch wenn ich dir an diesem Punkt recht gebe, dass man hier auch etwas mit der Angst der Bevölkerung spielt. Aber auch hier, wie weiter oben, wer macht das (leider) nicht. Manchmal muss man vermutlich den Menschen auf mögliche Folgen vor Augen führen. Andere Parteien machen das ja auch (Stichwort: Terror-Gefahr, Kinderp********** im Internet usw.)

    - Verfassungswidrig: Schwer zu sagen, ich bin kein Jurist. Tendenziell würde ich das Argument aber eher als ein politisches (druck-)mittel sehen als ein wirklich juristisches Faktum. Ein Problem das ich dagegen bei der Verlängerung der Laufzeiten sehe (obwohl ich sie eigentlich für richtig halte!):
    Hier wird politische Unsicherheit geschaffen. Politische Entscheidungen müssen auch Planungssicherheit garantieren und dürfen nicht von Legislaturperiode zu Legislaturperiode umgeworfen werden.

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  5. Wusstest Du schon, dass der vorstehende Kommentar von der hohlen Nuss ist, der sich anscheinend nicht mal mehr bei den verlogenen Grünen auslassen kann.

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  6. Man kann sich die Welt immer zurechtargumentieren, wenn man einen Teil der Wahrheit weg lässt.

    Ich denke, das hier ist nur mal wieder der Versuch, Leute mit fadenscheinigen Billigargumentationen von der angeblichen Schlechtheit der Grünen zu überzeugen. Hat bei mir nicht geklappt.

    Ich lass mich nicht für dumm verkaufen - jedes Argument hier ist bei genauerer Betrachtung völlig nichtig. Da schließ ich mich der Ausführung meines Vorvorvorschreibers an.

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  7. ...und eines wollte ich noch loswerden:

    Traue niemals jemandem, der mit pauschalen Vorurteilen um sich wirft, und alles in einen Topf schmeißt.

    Hass macht nämlich saudumm.

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