Montag, 10. Januar 2011

Die Sozialistische Kommunistin

Erinnern Sie sich noch daran, wie eine "sozialistische" Partei mal hier in Deutschland eine "demokratische Republik" regiert beherrscht hat? Könnte man diese Leute nicht als "demokratische Sozialisten" bezeichnen? Aber eigentlich ist dieser Ausdruck doch völliger Unsinn. Es gibt schon so viele Beispiele in unserer Geschichte die zeigen: Sozialismus und Demokratie schließen sich gegenseitig aus. Oh, ich habe ja ganz vergessen, alle diese "sozialistischen" Weltmetzger waren ja gar keine "echten Sozialisten"... Aber wer zum Teufel glaubt den Linken denn bitteschön, dass ausgerechnet sie anders sind als alle bisherigen Hobby-Diktatoren? Vor allem bei dieser *hust* etwas problematischen Vorgeschichte.

Aber Gesine Lötzsch bleibt immer noch standhaft bei der Aussage, sie sei eine "demokratische Sozialistin". In einem Artikel verteidigt sie auch noch einmal den Schwachsinn den sie da vor kurzem in der Jungen Welt verzapft hat. Sie bezeichnet es als eine "Unverschämtheit" ihr vorzuwerfen, sie sei keine Demokratin...
Ja, wie kann man nur? Ein ehemaliges SED Mitglied, welches sich für ehemalige Stasi Mitarbeiter einsetzt und nun auch noch einen Artikel mit dem Titel "Wege zum KOMMUNISMUS" (hallo? undemokratisch!!!) veröffentlicht, undemokratisch nennen? Das geht nun wirklich nicht!

Ja, an einer Stelle hat sie Recht: Am Ende des Artikels spricht sie nicht mehr vom Kommunismus (so wie fast im gesamten restlichen Artikel) sondern von einem "demokratischen Sozialismus", jedoch klingt das, nachdem sie im gesamten Artikel über "Wege zum Kommunismus"  philosophiert hat eher so, als sei der Begriff "demokratischer Sozialismus" nur ein wohlklingender Name für "Unser kommunistisches Regime". Auch in ihrem "Rechtfertigungsartikel" wird eigentlich nur die "großartige" Idee des Kommunismus verteidigt.
Da sollte wohl mal jemand Marx und Engels lesen...

Außerdem sei es ein Skandal, dass man ihr "sprechverbote" erteilen wolle und sie an ihrer freien Meinungsäußerung hindern wolle. Aber wehe wenn mal die rechten Parteien eine Kundgebung veranstalten wollen, dann liefern uns die Linken nämlich solche Aufforderungen: "Wir halten an unserem erklärten Ziel fest, Europas größten Naziaufmarsch endgültig Geschichte werden zu lassen, und rufen für den 19.02. bundesweit zur Verhinderung des Naziaufmarschs mittels Massenblockaden auf." also wenn man in diesem Land schon hirnrissige Meinungen äußern dürfen soll, dann sollen das auch alle dürfen, und nicht nur unsere Lieblingskommunisten von "Die Linke". Und wehe, wenn eine demokratisch gewählte Landesregierung beschließt, in Stuttgart einen neuen Bahnhof zu bauen, dann vergessen die Linken plötzlich unsere Verfassung und die Rechte die hier in Deutschland allen Menschen zustehen und fordern, dass unsere Verfassung dahingehend geändert wird, dass Volksentscheide möglich gemacht werden.
Demokratie und Verfassung Ja, aber nur, solange sie uns beim erreichen unserer politischen Ziele behilflich sind!

Dem Kommunismus wegen seiner blutigen Vergangenheit Vorwürfe zu machen, soll angeblich verlogen sein, wenn man im Zusammenhang mit dem Christentum nicht auch an die schrecklichen Hexenverbrennungen und Massenmorde der Kirche, sowie die Verbindung des Vatikan zu Nazi-Deutschland erinnere.
Ja es stimmt, in der Vergangenheit gab es im Christentum ziemlich viele abergläubische Idioten die ziemlich viel zu sagen hatten und auch heute scheint mir die Kirche noch etwas *hust* "zurückgeblieben, ABER, die Kirche von heute hat eigentlich nichts mehr mit der Hexenverbrennenden, Ketzermördernden, Kreuzzüge-organisierenden Institution von einst zu tun, die Linke hingegen scheint sich nicht gerade von ihrer "problematischen" SED-Vergangenheit zu distanzieren. Ganz im Gegenteil: Fröhlich wird auf ihren Parteitagen die Internationale gesungen (aber wehe die Nazis singen "Deutschland, Deutschland ..."), die Verbrechen gegen die Menschlichkeit in der DDR werden verharmlost und es ziehen noch immer die Verbrecher aus der DDR Zeit in den Bundestag ein. 

Na gut, ich will mich gar nicht darüber beschweren, wenn das deutsche Volk dumm genug ist, ehemalige DDR Verbrecher zu wählen, dann hat es solche Leute in der Regierung auch verdient. Zum Glück wohne ich an der Schweizer Grenze und kann hier noch rechtzeitig abhauen bevor diese Trottel unser Land zu kaputt wirtschaften. Was mich an der SED Linken eigentlich nur aufregt, ist ihre Verlogenheit.
Ihr wollt den Kommunismus wieder einführen? OK, denkt was auch immer ihr wollt.
Ihr  findet SED - und Stasi- Verbrecher in Ordnung? OK, ihr könnt nichts dafür dass ihr skrupellos seid.
Aber dann spielt euch bitte nicht als die größten Verfechter der Menschenrechte und der Freiheit auf,denn eure verlogene heuchelei ist einfach unerträglich! Es kommt einem fast schon wie eine Realsatire vor, wenn ausgerechnet die verlogenste Partei im deutschen Bundestag diejenige ist, die am lautesten für "Freiheit" und "Menschenrechte" brüllt. 

Donnerstag, 6. Januar 2011

Wählen Sie: Die Linke

Meine Damen und Herren,
heute ist ein wundervoller Tag. Ein Tag, an dem die verlogensten Heuchler unserer Republik einmal ihr wahres Gesicht zeigen. Ich spreche natürlich von der SED "Die Linke" und ihrer sympathischen Beton-Stalinistin "Gesine Lötzsch". Sie haben es doch sicherlich auch schon gelesen:
Linke Chefin erklärt Kommunismus zum Ziel der Partei
Die SED Linke, die Partei die sich immer als größter verfechter der Menschenrechte und als Freund des kleinen Mannes ausgibt, zeigt endlich, dass sie viel mehr dem konservativen Lager zuzuordnen sind, indem sie auf das altbewährte Erfolgsmodell des Kommunismus zurückgreifen wollen!

Eigentlich würde man ja jetzt erwarten, dass die Abgeordneten von "Der SED Die Linke" jetzt offiziell schockiert sind, über diese Aussagen und sich "deutlich von Lötzsch distanzieren". Doch weit gefehlt, heute lese ich folgende Erklärung auf der Webseite der SED Linken. Ein "demokratischer Sozialismus"? Wir haben die RTL Wettermoderatorin Maxi Biewer exklusiv befragt, was sie von einem "demokratischen Sozialismus" hält und hier gibt es die exklusive Antwort als Video:







 


Aber hey: Eigentlich finde ich die Idee mit dem Kommunismus gar nicht mal so schlecht. Wir müssen nur ein Bundesland finden, welches sich bereitwillig opfert, wählen dort die Linke, lassen eine Mauer bauen und sperren dort die ganze Linke Sippe ein (und den rechten Abschaum schmeißen wir grad noch hinterher).
Es stimmt also tatsächlich: Wer "Die Linke" wählt hilft Deutschland, ein besseres Land zu werden!
Deswegen möchte ich hiermit offiziell dafür werben: "Wählen Sie: Die Linke".

Und weil ich so ein Fan von der Linkspartei bin, hab ich mir hier schonmal ein mögliches Team für "Die Linke" bei der nächsten Bundestagswahl überlegt:

Josef Stalin: Menschenrechtsminister













Walter Ulbricht: Innen-Bleiben-Minister













































Erich Mielke: Staatssicherheitsminister



















Margot Honecker: Erziehungsministerin

Samstag, 1. Januar 2011

Win or go home - Warum dürfen Kinder nichts mehr leisten?

Zum Beginn dieses Beitrags, möchte ich Ihnen erst einmal eine kleine Geschichte von der ersten Physik-Testklausur an unserer Universität erzählen. Im ersten Semester sind bekanntlich alle Studenten noch motiviert, wollen möglichst alle Skripte auswendig lernen, jede neue Regel verstehen und auf keinen Fall in einer Vorlesung fehlen. Unsere Physik Dozentin beschloss zu Beginn des Semesters, dass wir 2 Testklausuren schreiben werden, in denen wir
1. Schon mal in die Prüfungsatmosphäre hineinschnuppern können und
2. Anhand des Ergebnisses erkennen können, wo wir gerade mit unserem Wissen stehen.
Dabei wurde ausdrücklich gesagt: Das Ergebnis wird keine Konsequenzen für uns haben, es dient uns lediglich zur Selbsteinschätzung. Die Teilnahme an einer dieser beiden Testklausuren war jedoch verpflichtend, es wurde jedoch keinerlei Druck auf uns ausgeübt, bezüglich unserer Leistung.
Drei Mal dürfen Sie raten was passiert ist: Kein Student hat die Klausur ernst genommen (ich hielt es noch nicht einmal für nötig, meinen Taschenrechner mitzunehmen) und die BESTE Klausur lag bei 15 von 40 Punkten... Eine absolute Katastrophe, obwohl doch eigentlich alle Studenten durchaus motiviert sind. Zur zweiten Testklausur kam dann nur noch die Hälfte der Studenten (ich bin zu Hause geblieben und habe Basketball geschaut, aber aus "Augenzeugenberichten" habe ich diese Information erhalten).
Für dieses Ergebnis der Testklausur fallen mir ganz spontan 2 mögliche Gründe ein:
a) Wir sind ein Jahrgang voller Versager und Nichtsnutze und alle zusammen eine Schande für unsere Universität.
b) Wie jeder normale Schüler bzw. Student erledigen wir keine Arbeit, die wir nicht machen müssen!

Deswegen war ich auch sehr erstaunt, als ich gestern auf Spiegel.de einen Artikel gelesen habe, in dem eine Frau (Sabine Czerny)  ernsthaft die Abschaffung von Schulnoten fordert, denn diese würden Schüler unnötig unter Druck setzen und zwischen "guten" und "schlechten" Schülern unterscheiden. Ein Konzept, von dem ich bis dahin noch nie etwas gehört hatte, weswegen ich das ganze auch zu erst nur für eine Spinnerei hielt.

Hier einmal kurz die Hauptargumente von Frau Czerny zusammengefasst:
1. "...nur mit Noten kann den Menschen eine unvereinbare Unterschiedlichkeit in den Fähigkeiten, Kompetenzen und Ausrichtungen der Kinder und Jugendlichen suggeriert werden."

2. "...Schulnoten [können] keine Aussage über die tatsächliche Kompetenz und die Leistung eines Schülers machen."

3. "Noten dienen stattdessen, unabhängig vom absoluten Fähigkeitsstand, lediglich dazu, eine Verteilung vorzunehmen, die bestimmte Bevölkerungsgruppen, allen voran die finanziell schlecht gestellten und die Kinder mit Migrationshintergrund, klar benachteiligt."

Belassen wir es mal kurz bei diesen vieren, ich kann ja nicht den ganzen Artikel hier herein kopieren.


Zu 1.: Warum können wir nicht akzeptieren, dass nicht jeder Schüler das Zeug zum Molekularbiologen, nicht jeder Schüler das Zeug zum Mathematik Proffessor und nicht jeder Schüler das Zeug zum Star-Dirrigenten hat? Ich meine, jeder hat doch in seiner Schulzeit erlebt, dass es manche Schüler gibt, die sich nur in den Mathe Unterricht hineinsetzen und dem Lehrer zuhören müssen um alles zu verstehen, während andere Schüler mehrere Tage lernen müssen, um überhaupt nichts zu verstehen. Natürlich haben verschiedene Schüler auch verschiedene Fähigkeiten und Ausrichtungen. Der eine ist ein guter Naturwissenschaftler, während der andere ein phänomenaler Künstler ist etc. Auch wenn es vielleicht nicht in unser tolles, politisch korrektes Weltbild passt: Wir müssen mal akzeptieren, dass es Menschen gibt, die in manchen Dingen schlechter sind als andere!


Zu 2.: Natürlich können Schulnoten eine Aussage über die Kompetenz eines Schülers machen... Im Lehrplan steht, was man können muss ,der Lehrer prüft diese Sachen und wenn man viel von dem Stoff im Lehrplan weiß, in anderen Worten also: Die geforderten Kompetenzen erfüllt, dann kriegt man auch eine gute Note. (Anmerkung: Ich habe das Schulsystem in Baden-Württenberg genossen, in Bayern scheint es so zu sein, dass eine Klasse irgendwie nie besser als ein bestimmter Notenschnitt sein darf, also sozusagen: Wenn die Klasse zu gut ist, müssen die Anforderungen nach oben geschraubt werden, damit der Schnitt wieder "normal" wird. So ein System finde ich persönlich auch ziemlich besch...eiden, aber dann sollte man diese "Schlechter-Schnitt-Regel" ändern und nicht die Noten an sich abschaffen!)


Zu 3.: Also das ist doch wirklich vollkommen absurd... Auch ein armer, türkischstämmiger Schüler kann eine 1 schreiben, wenn er alle Aufgaben richtig löst. Mir ist jedenfalls kein Fall bekannt, in dem ein Lehrer die Noten nach der Herkunft oder dem Wohlstand der Schüler vergibt.
Aber hey: Bringen wir doch einfach mal Begriffe wie "Diskriminierung" ins Spiel, dann kaufen uns die Leute ja sowieso alles ab!


Mal erlich: Sie können einem Kind/Jugendlichen so oft sie wollen die typischen Geschichten erzählen wie z.B.:"Es geht um deine Zukunft", "Du lernst für dein Leben", "blablabla". Kein einziges Kind wird voll und ganz begreiffen, wie wichtig eine gute Bildung für das gesamte Leben ist und deshalb die Schule immer als "Pflichtveranstaltung" zur befriedigung der Eltern und der Lehrer ansehen. Wenn wir nun das einzige Druckmittel, dass die Kinder dazu "zwingt", tatsächlich Leistungen in der Schule zu erbringen abschaffen, dann müssen sie diese "lästige Pflicht" nicht mehr erfüllen, weil ja sowieso keiner kontrollieren kann, wie viel die Kinder in der Schule gelernt haben. Die Vorstellung, dass sich ein in Physik und Mathe eher schwacher Schüler, aus purer Freude und Neugier, in die "spannende Welt der Quantenphysik" einarbeitet, ist zwar eine ziemlich romantische Vorstellung der Kuschelpädagogen, aber leider ziemlich unrealistisch.
Außerdem finde ich, wenn ein Schüler in der 8. Klasse die Bruchrechnung noch immer nicht beherrscht, dann sollte man ihn mithilfe einer entsprechenden Note darauf hinweisen. Ein aufmunterndes Gespräch und Sätze wie: "Lass dir Zeit, du kannst das lernen wann immer du willst, wir zwingen dich zu nichts." werden einen Schüler garantiert nicht dazu bringen, 1-2 Jahre Mathematikunterricht nachzuholen. Eine gefährdete Versetzung hingegen schon.


Auch wenn es viele nicht gerne hören werden: Wenn man nicht rechnen kann, dann sollte man besser nicht Luft- und Raumfahrt Ingenieur oder Astrophysik Proffessor werden und wenn ein Ingenieur einen Fehler bei einer Berechnung macht, dann geht meistens was kaputt. Und auch wenn es gemein klingt: Manche Menschen haben nun mal einfach nicht das Zeug zum Luft- und Raumfahrt Ingenieur und werden auch nie das Zeug dazu haben. Ich z.B. akzeptiere auch, dass ich niemals der nächste Picasso werde, deswegen male ich auch keine Bilder!

Bei diesem Thema können wir ausnahmsweise mal etwas von den Amerikanern bzw. vom amerikanischen Traum lernen. In Amerika herrscht nämlich eine ganz andere Mentalität:"Win or go home". Wer sich ein bisschen mit den amerikanischen Profiligen (NBA,NHL,NFL,MLB) auskennt, wird diesen Spruch sicherlich schon einmal gehört haben. Am Ende der Saison werden nämlich die Playoffs ausgespielt und dort heißt es: Entweder du gewinnst oder du bist raus. Es gibt in den amerikanischen Ligen auch kein Unentschieden. Es gibt nur Gewinner und Verlierer. Und deswegen weiß dort auch jedes Kind: Wenn ich etwas erreichen will, also zu den Gewinnern gehören will, dann muss ich mich gefälligst anstrengen und viel trainieren. Die Menschen in den USA werden schon von ihrer Kindheit an auf Leistung getrimmt.
Bei uns im Jugendfussball hingegen gibt es entweder ein Unentschieden, oder einen Sieger und einen zweiten Sieger und zum Schluss bekommen alle noch ein Bonbon und dann sind plötzlich alle Gewinner, denn es hat uns ja Spass gemacht und darum geht es ja immer. "Oh hey Chef, ich hab grad eben ziemlichen Mist gebaut, aber ich hab mich wirklich angestrengt und es hat mir echt Spass gemacht, also bitte nicht böse sein".

Natürlich sollen Kinder nicht im ständigen Wettbewerb gegeneinander antreten, z.B. bei den Schulnoten (also die Amerikaner übertreiben es schon ein klein bisschen, aber der Grundgedanke ist schon richtig), aber sie müssen irgendwann auch einmal begreiffen, dass unsere Welt nicht aus Gummibärchen besteht und dass es später einmal im Job nur noch auf ihre erbrachte Leistung ankommt. Deswegen sollten Schüler auch den Druck von der Schulnoten verspüren, damit sie lernen, Leistung zu erbringen und sich anzustrengen. Nur wenn ein Schüler ein Feedback in Form einer schlechten Note erhält, hat er einen Grund, sich für die nächste Arbeit mehr anzustrengen und den Stoff aufzuarbeiten.

Freitag, 24. Dezember 2010

Grüne Anti-Atomkraft Propaganda

Dass die Grünen gegen Atomkraft sind, ist ja sicherlich nichts neues. Und ich will hier auch gar nicht Werbung für oder gegen Atomkraft machen, ich will hier lediglich einmal die Art der Diskussion etwas genauer betrachten.
Denn wie wohl jeder weiß, sollte eine Diskussion möglichst sachlich geführt werden. Doch leider versuchen die Grünen, so "edel" ihre Motive auch sein mögen, immer wieder, mithilfe von schamloser populistischer Propaganda, die Wähler auf ihre Seite zu ziehen (ok, die CDU und die FDP sind auch nicht immer sachlich und erlich, aber das gehört dann eher in den "Unschlechtmenschen" Blog, schließlich sind die "bösen" Atomkraftmenschen im Moment die "Bad Boys" der Nation).


Auf ihrer Homepage haben die Grünen "20 Fakten über Atomkraft" aufgelistet. Einige davon sind sicherlich richtig und wichtig in der Diskussion um die Atomkraft. Aber leider haben sich auch viele absurde Thesen bei den Grünen eingeschlichen und diese würde ich an dieser Stelle gerne kommentieren. Und nochmal: Ich will hier keine Werbung für oder gegen Atomkraft machen, ich will lediglich die Art und Weise der Diskussion kritisieren!!!!!!!!

Wusstest Du, dass...
Ach ja? Und wussten Sie schon dass...

 ...es bis heute weltweit kein sicheres Endlager für hochradioaktiven Müll aus Atomkraftwerken gibt?
 ...  wir schon längst zu viel Atommüll auf unserer Erde haben? Wir müssen sowieso ein Endlager finden, egal ob wir heute oder in 100 Jahren aus der Atomkraft aussteigen. Das Argument des Endlagers darf nicht über Pro oder Contra entscheiden, denn ein Endlager müssen wir jetzt sowieso finden, ob wir dann noch mehr Müll einlagern oder nicht ist dann auch egal.
Ach ja, ganz nebenbei: Welche Partei ist denn diejenige, die andauernd dagegen protestiert, wenn sich Politiker nach einem Endlager für Atommüll umsehen? Oh, ja stimmt...

...eine Laufzeitverlängerung von Atomkraftwerken Investitionen und Forschung bei den Erneuerbaren Energien verhindert?
... die Grünen Müll labern? Zu jeder Information in dem Artikel der Grünen gibt es einen Link zu einer Quelle. In diesem Fall handelt es sich um eine Studie des Fraunhofer Instituts für Windenergie und Energiesystemtechnik in Kassel. Hier haben wir ein perfektes Beispiel dafür, wie Politiker in eine Studie hineininterpretieren, was sie gerne hören würden. Die genaue Aussage der Quelle lautet nämlich: 

"Der BEE zieht daraus den Schluss, dass bei einer Laufzeitverlängerung für deutsche Kernkraftwerke eigentlich andere konventionelle Großkraftwerke abgeschaltet werden müssten. Da hierfür aber die gesetzliche Grundlage fehlt, sieht der Dachverband der Erneuerbaren-Branche durch die angestrebte Laufzeitverlängerung direkt den Vorrang für die Erneuerbaren Energien im Stromsektor bedroht."  

 Um es kurz zu erläutern: Deutschland benötigt immer eine gewisse Energiemenge damit jeder Strom hat. Alle Kraftwerke pumpen zusammen Strom in den Stromkreislauf hinein. Wenn Atomkraftwerke weiterlaufen, müssen in Zukunft andere "konventionelle" Großkraftwerke abgestellt werden, damit die erneuerbaren Energien optimal ausgenutzt werden können und sozusagen nicht "zu viel Strom" vorhanden ist. Da allerdings die rechtliche Grundlage fehlt um die anderen Großkraftwerke abzuschalten, wird die erneuerbare Energie leider nicht optimal ausgenutzt und ist im Prinzip nur als "Überschuss" da.
 ... Öhm, wo steht denn da dass Investitionen und Forschung blockiert werden?  Ich bin sogar mit meiner Firefox Suchfunktion über die ganze Quelle gegangen: Nicht ein einziges Mal taucht eines der beiden Wörter auf. Ganz im Gegenteil: Das Geld dass die Atomkraftwerke dem Staat bezahlen müssen, wandert doch direkt in die Erforschung und den Ausbau erneuerbarer Energien.
Vielleicht gibt es ja irgend ein geheimes Gesetz der Wirtschaftslehre, welches besagt: Geld hineinpumpen blockiert Investitionen in XY. Vielleicht verhält sich das mit dem Geld ja so, wie mit einer Autobahn: Wenn viel Geld hineingepumpt wird, gibt es Stau und weitere Investitionen werden blockiert. Die Grünen Finanzexperten müssen mir das mal genauer erklären.

...die reichhaltigen und gut zugänglichen Uranvorräte schon in wenigen Jahrzehnten zur Neige gehen werden?
... wir auch in wenigen Jahrzenten die Atomkraftwerke abschalten wollen?  Das trifft sich doch wunderbar.

 ...dass es alle drei Tage zu einem sicherheitsrelevanten Ereignis in einem deutschen Atomkraftwerk kommt?
... es alle drei Tage zu einem MELDEPFLICHTIGEN Ereignis in einem deutschen Atomkraftwerk kommt? Dass die Grünen aus "Meldepflichtig" plötzlich "Sicherheitsrelevant" machen, passt mal wieder zu ihnen. Die Grünen würden uns ja gerne weismachen, dass Atomkraftwerke jeden Moment explodieren könnten. Denken Sie ernsthaft, dass wir seit Jahrzehnten riesiges Glück haben, weil wir jeden dritten Tag ganz knapp an einer atomaren Katastrophe vorbeischrammen?
Mal im Ernst: In Deutschland kann man wahrscheinlich nichtmal einen Kaugummiautomaten aufstellen, ohne gleich 643953457283 Sicherheitsauflagen erfüllen zu müssen. Ein "Meldepflichtiges" Ereignis kann alles mögliche sein. Bei den Sicherheitsfetischisten in Deutschland ist eine wahrscheinlich schon eine defekte Toilettenspülung meldepflichtig.
Nebenbei bemerkt: Wenn Sie ihr gesamtes Leben in einem Atomkraftwerk verbringen, haben Sie bessere Chancen zu überleben, als im täglichen Straßenverkehr.

... dass die Atombranche Milliardensubventionen kassiert?
... es Windräder wahrscheinlich schon zum Schnäppchenpreis im Supermarkt gibt? Nein? Oh....


...dass Strom aus Atomkraftwerken keineswegs zuverlässig ist?
... der Wind immer zuverlässig mit der gleichen Stärke weht? Nein? Oh...

 ... ein Super-GAU in einem hiesigen Atomkraftwerk noch schlimmere Folgen hätte als Tschernobyl?
... ein riesiger Komet der mitten in Berlin einschlägt auch sehr schlimme Folgen hätte? Wenn wir wegen jeder kleinen Gefahr (und die Chance, dass es in einem deutschen Atomkraftwerk zu einem Super-GAU kommt konvergiert gegen 0) so einen Aufstand machen, dann müssten wir morgens beim Brot essen jedes mal einen Schweißausbruch erleiden. 

... eine Verlängerung von Laufzeiten verfassungswidrig wäre? 
... Scheinbar alles, wogegen die Grünen sind, verfassungswidrig wäre? 
Wahrscheinlich WÄRE es Verfassungswidrig, wenn die Grünen die Verfassung nach ihren Vorstellungen umschreiben dürften.  

Dienstag, 21. Dezember 2010

Es geht um Ideologie, Herr Dittmar, nicht um die Kinder

Soeben habe ich auf der Homepage der SPD eine nette Pressemitteilung von "Ansgar Dittmar" gelesen, bei der ich mir schon beim lesen der Überschrift gedacht habe:"Oha".
Er kritisiert in dieser Mitteilung eine Aussage von Volker Kauder, Vorsitzender der CDU/CSU - Bundestagsfraktion, der sich ausdrücklich gegen ein Adoptionsrecht für homosexuelle Lebenspartnerschaften ausspricht. Kauder "...glaube nicht, dass sich Kinder wünschen, in einer homosexuellen Partnerschaft aufzuwachsen".
Dass die "Weltanschauung" der CDU/CSU Fraktion beim Thema homosexualität ein klein bisschen konservativ ist, dürfte wohl allgemein bekannt sein und man kann da durchaus anderer Meinung sein.

ABER

Denken Sie mal an Ihre Schulzeit zurück. Wären Sie gerne in Ihrer Klasse der "Junge mit den zwei Vätern" gewesen?
Ich meine, irgendwie kann man Kauders Argument doch schon nachvollziehen oder? Ich persönlich könnte mir gut vorstellen, dass man besonders in der Pubertät unter dem Spott der Mitschüler zu leiden hätte (Kleine, frühpubertierende, Möchtegern-Macho-Jugendliche finden Toleranz nun mal "voll uncool ey alter")
Es könnte natürlich auch sein, dass die Kinder gerade durch dieses "anders sein" ein viel besseres Selbstbewusstsein entwickeln und dass die Mitschüler gerade dadurch eine völlig neue Haltung, homosexuellen Menschen gegenüber, entwickeln. Ich bin kein Experte auf diesem Gebiet und deshalb würde ich mir nicht anmaßen, die richtige Entscheidung in dieser Debatte zu kennen.
Und hier liegt ein weiteres Problem. Scheinbar kennt kein Schwein die richtige Entscheidung in dieser Debatte, denn scheinbar ist die Entwicklung von Kindern, die bei homosexuellen Eltern aufwachsen, kaum erforscht.
Herr Dittmar redet zwar von mysteriösen Studien in Deutschland und den USA die belegen sollen, dass homosexuelle Paare genau so gute Eltern sind, aber das ganze kann einem schon ganz schön verdächtig vorkommen, denn von irgendwelchen Studien, die sonstwas ergeben, kann nunmal jeder sprechen. Normalerweise sollte man wenigstens sagen:"Das XY Institut für homosexuologie in ABC" o.ä. Ich will Hernn Dittmar ja keine Lüge unterstellen, aber wenn keiner die Studie selbst überprüfen kann, dann kann die SPD in die Ergebnisse hereininterpretieren was auch immer sie will (und wenn ich mir unsere manipulativen Politiker in Deutschland ansehe, dann wette ich, dass auch die SPD skrupellos hineininterpretiert was das Zeug hält!).
Und deshalb bin ich dagegen, solange noch nicht eindeutig belegt ist, dass Kinder bei homosexuellen Paaren genau so gut aufgehoben sind, wie bei heterosexuellen Paaren, dass wir die Kinder einfach mal als Versuchskaninchen für das Sozialexperiment der SPD verwenden.
Die SPD spricht sich nicht für das Adoptionsrecht aus, weil es die objektiv beste Entscheidung ist, sondern nur weil...
1. ... es politisch korrekt ist...
2. ... die "Gutmenschen" dass auch ganz toll finden...
3. ... es zu ihrer Ideologie passt...
und genau das stört mich daran.

Deshalb möchte ich an zum Abschluss Hernn Dittmar noch einmal zittieren, nach dem Motto:Wer im Glashaus sitzt usw.:
 "Herr Kauder hat sich hier auf einen falschen Weg begeben, und sich von ideologischen Fragen den objektiven Blick auf das Kindeswohl verengen lassen."
Dem ist wohl nichts mehr hinzuzufügen!